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Chorfestival PUERI CANTORES im Juli 2015





Gott liebt diese Welt – Odenthaler Kinder- und Jugendchor beim 7. Deutschen Chorfestival der PUERI CANTORES in Trier – 01. - 05. Juli 2015

Es wird wohl als das „heißeste“ Festival der PUERI CANTORES in die Geschichte eingehen, dieses 7. Deutsche Chorfestival, zu dem sich etwa 3.500 Sängerinnen und Sänger aus ganz Deutschland auf den Weg nach Trier gemacht haben – darunter auch Jungen und Mädchen des Odenthaler Kinder- und Jugendchores.

Mit einem Sternmarsch zogen wir am Abend in den von Bänken leer geräumten Dom ein, wo uns neben Diözesanbischof Dr. Stephan Ackermann auch „unser PUERI-Bischof“ Friedhelm Hofmann empfing. Unter dem Titel „Gott liebt diese Welt“ wurde das Chorfestival eröffnet mit dem uns bekannten GOTTESLOB-Lied 464.

Im Schatten der Porta Nigra startete für uns Donnerstag Vormittag die Stadtführung. Dabei erfuhren unsere Sängerinnen und Sänger einiges über die Geschichte der (angeblich) ältesten Stadt Deutschlands sowie des ältesten deutschen Bistums.

Am Nachmittag gestalteten wir zusammen mit 7 anderen Chören eines von 8 Friedensgebeten in der Liebfrauenbasilika. Das Gebet und der Gottesdienst für den Frieden war für Abbé Fernand Maillet, den Gründer des internationalen PUERI CANTORES-Verbandes 1951, ein wichtiger Baustein für die Versöhnung und den Frieden in der Welt.

Mit einer mitreißenden Chorparty und dem Auftritt der a-cappella-Formation „VivaVoce“ ging der erste Tag zu Ende.

Am Freitag brachen die Jugendchöre zu einem dezentralen Tag nach Luxemburg (Stadt) auf. Dort herrschten allerdings verschärfte Sicherheitsvorkehrungen aufgrund der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft. So durften sich Touristen an diesem Tage nicht frei im Zentrum der Stadt bewegen. Das war zu Beginn der Festivalplanung vor 2 Jahren nicht absehbar. Irgendwie erhielten die PUERIs eine Sondergenehmigung unter besonderen Auflagen. Unsere Busse durften nicht eigenständig ins Stadtzentrum fahren, sondern wurden in mehreren Wellen von einer Polizei-Motorrad-Eskorte in die abgesperrte Zone zum Dom gebracht. Für unsere freie Durchfahrt wurden Kreuzungen gesperrt und rote Ampeln einfach ignoriert. Passanten, die unseren Konvoi sahen, staunten nicht schlecht über diese jungen „VIPs“.

In der Luxemburger Kathedrale feierten wir mit Erzbischof Jean-Claude Hollerich die Hl.Messe. Am Nachmittag wurde uns im Konservatorium der Stadt das Musical „Melusina“ präsentiert. Musikalisch wurde die Sage über die Gründung der Stadt erzählt. Im Garten der Villa Vauban konnten wir anschließend bei musikalischen Einlagen einzelner Chöre im Schatten der Bäume ausruhen. Mit einer Stadtrundfahrt durch das neue Kirchberg-(Banken)Viertel schloss das Luxemburg-Programm ab.

Der Samstag begann mit der Generalprobe für den Abschlussgottesdienst zusammen mit allen 102 Chören im Dom. Am Nachmittag fand unser Begegnungskonzert mit den Kinderchören aus Rheinstetten und Esslingen statt. Gemeinsam sangen und spielten wir einige Stücke aus dem biblischen Singspiel „Ich will das Morgenrot wecken – David wird König“.

Das Wandelkonzert „PUERI to go“ zum Abschluss des Tages war ein Novum im Programm der Chorfestivals.

Der Höhepunkt des Chorfestivals war ganz sicher der Abschlussgottesdienst am Sonntag. 3.500 Sängerinnen und Sänger sangen voll Freude zusammen mit Orgel und Bläsern die neu komponierte „Missa PUERI CANTORES Treverensis“ von Christian Heiß. Den Gesichtern der jungen Sängerinnen und Sänger war das Erstaunen über diese einzigartige Klangpracht abzulesen. Bischof Ackermann lobte die jungen Sängerinnen und Sänger, die in den letzten Tagen überall im Stadtbild von Trier zu sehen und zu hören waren, für ihren Dienst. Die Musik, speziell die Kirchenmusik, habe die Kraft, Menschen zu berühren und vielleicht sogar zu verändern. Als Beispiel nannte Ackermann den französischen Schriftsteller, Dichter und Diplomaten Paul Claudel, der, wie dieser selbst gesagt haben soll, durch den Gesang eines Magnificats in der Pariser Notre-Dame-Kirche zum Glauben fand.

Nach der herzlichen Verabschiedung und dem letzten, nicht enden wollenden Refrain „Dich, Gott, unsern Gott, recht zu loben“ verließen wir den Dom.

Die Feuerwehr besprühte die Teilnehmer mit Wasser, was nach der musikalischen Höchstleistung eine willkommene Abkühlung war.

Diese Tage in Trier werden uns sicher noch lange in guter Erinnerung bleiben. Die Musik aus Trier wird uns ganz sicher in unseren Chören weiterhin begleiten.

Der Abschlussgottesdienst des 7. Deutschen Chorfestivals PUERI CANTORES am 5. Juli 2015 mit Bischof Dr. Stephan Ackermann aus dem Trierer Dom ist zu sehen unter

http://www.domradio.de/video/pontifikalamt-zu-pueri-cantores-aus-trier