St. Pankratius Odenthal
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Geschichte der Pfarre


Die Anfänge vor 1000 Jahren

Die erste urkundliche Erwähnung Odenthals findet sich 1150 in einer Urkunde des Klosters Siegburg. Die Entstehungszeit von Ansiedlung und Pfarre fällt jedoch in die Mitte des 10. Jahrhunderts. Gründer war ein Graf Namens Udo aus der Familie der Grafen aus dem Lahngau. Sein Name ist im Ortsnamen enthalten: Udendarre, eine Zusammensetzung des Namens Udo und dem Wort "Darre". Es bedeutet "Drainage", also das Trockenlegen eines Sumpfgebietes. Odenthal ist demnach die "Drainage Udos".

Das Foto zeigt die älteste Urkunde des Pfarrarchivs (Pergament) aus dem Jahre 1344 mit dem Siegel des Abtes Hermann von Altenberg.


Erbaut nach dem Vorbild römischer Basiliken

Es war damals selbstverständlich, als eines der ersten Häuser eine Kirche zu bauen. Die Menschen wollten auch eine geistige Heimat haben. 100 Jahre lang stand in Odenthal eine provisorische Holzkirche, die Mitte des 11. Jahrhunderts durch eine steinerne Kirche ersetzt wurde.
Man kannte nördlich der Alpen noch keinen eigenen Baustil, sondern griff zurück auf Rom. Von dort war das Christentum ins Land der Germanen gekommen. Vorbild für den Bau war die Form der römischen Basiliken: Rechteckiges Langhaus mit einer Apsis als Abschluss.
Auch bei der Wahl des Patrons für Kirche und Pfarrgemeinde griff man auf Rom zurück: Der römische Märtyrer Pankratius wurde als 14jähriger um 304 unter Kaiser Diokletian hingerichtet.


40 Generationen

1993 feierte die Pfarrgemeinde etwas verspätet ihr 1000-jähriges Jubiläum. Daran erinnert eine Holzstele, die der Bergische Künstler Walter Jansen aus Schiffsplanken errichtet hat. Sie zeigt in einer Strichliste die 40 Generationen, die in 1000 Jahren hier gelebt haben (ein Strich gleich 5 Jahre, 5 Striche gleich 25 Jahre gleich 1 Generation). Im unteren Bereich sind die für die damaligen Siedler wichtigen Lebenselemente Wasser und Feuer sowie ihre Werkzeuge dargestellt


Bau der Filialkirchen im 20. Jahrhundert

Der erste namentlich bekannte Pfarrer hieß Reinhard. Er wird in einer päpstlichen Urkunde des Jahres 1205 erwähnt. Die Liste der namentlich bekannten Pfarrer enthält bis heute 38 Namen.
Die Pfarrgemeinde war bis ins letzte Jahrhundert hinein eine riesige Landgemeinde. Auch die heutige Pfarreien in Altenberg und Schildgen gehörten früher zum Pfarrgebiet.
Altenberg wurde 1910 als eigenständige Pfarre errichtet, Schildgen 1929.
Wegen der großen Fläche des Pfarrgebietes, den damit verbundenen weiten Wegen zur Pfarrkirche und der Bevölkerungszunahme wurden im 20. Jahrhundert zwei Filialkirchen gebaut: St. Engelbert und Hl. Kreuz.