St. Pankratius Odenthal
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Messdiener


Messdiener in Odenthal, Voiswinkel und Klasmühle

Große und kleine Lichter

In einer Reihe stehen die Ministranten mit
ihren Kerzen. Viele kleine Lichter, doch
zusammen strahlen sie weit. Die Kirche braucht
alle: die großen Lichter wie die Heiligen
und Seligen, die Vorbilder und Vordenker.
Und die kleinen Lichter, die Hoffnung auch
in versteckte Winkel bringen.


Messdiener... Eine ganz schön alte Angelegenheit

Schon im Mittelalter gab es die ersten Messdiener, die sich damals noch Altardiener nannten. Dieser Dienst war jedoch zunächst nur Männern, später auch Jungen vorbehalten. Erst am Ende des 20. Jahrhunderts war es auch Mädchen erlaubt, die Messe auf diese Weise aktiv mitzugestalten.
Hier in Odenthal gab es schon vor über 1000 Jahren die ersten Messdiener. Die Mädchen mussten bis zum Jahr 1988 warten bis auch sie ihren Dienst antraten.

Heute gibt es in unserer Pfarrgemeinde insgesamt 75 Messdiener, davon sind 39 in St. Pankratius (Odenthal), 30 in St. Engelbert (Voiswinkel) und 6 in Hl. Kreuz (Klasmühle) tätig.

Der Patron der Messdiener "der heilige Tarzisius" lebte in der Mitte des 3. Jahrhunderts. Sein Gedenktag ist am 15. August. Was unser Patron zu seiner Zeit alles vollbracht hat, könnt ihr im nächsten Abschnitt nachlesen. Außerdem gibt es den Text vom heiligen Tarzisius und einen "Spickzettel" auf unserer Seite zum Downloaden.


Tarzisius und sein Leben für Jesus

In den Tagen des Papstes Stefan war in Rom eine große Christenverfolgung. Da rief der Papst einige zuverlässige Männer zu sich und sprach: "Es steht ein kaiserlicher Gerichtstag bevor und es ist zu erwarten, dass wieder einige unserer christlichen Brüder und Schwestern zum Tode verurteilt werden. Wir könnten ihnen eine große Freude bereiten, wenn wir Ihnen den Leib des Herrn in den Kerker brächten, zum letzten Mal die heilige Wegzehrung am Ende ihres Erdenweges." Sogleich erklärten sich alle Männer bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. Doch der Papst sprach: "Wir wollen keinen von uns Älteren schicken, denn wir sind allesamt der römischen Straßenpolizei bekannt. Sie würden uns fangen, uns den Leib des Herrn wegnehmen und ihn mit Füßen treten. Es müsste jemand von den Jüngeren sein, vielleicht sogar ein Kind, das die Soldaten nicht kennen."
Es meldete sich Tarzisius, 12 Jahre alt, und sprach: "Bitte, schickt mich. Ich habe keine Angst." Da sie Tarzisius als einen frommen und zuverlässigen Jungen kannten, stimmten sie zu. Der Papst sagte ihm alles, was er zu tun hätte, segnete ihn und gab ihm mehrere heilige Hostien, die er in ein weißen Leinentüchlein gewickelt hatte. Tarzisius nahm das Tüchlein mit dem Leib des Herrn, drückte es unter seinem Gewand fest an seine Brust, kreuzte die Arme darüber und machte sich auf den Weg.
Da stellten ihm sich kurz vor dem Gefängnistor plötzlich ein paar Jungen in den Weg und riefen: "He, Du, komm mit und hilf uns! Wir wollen dort einen Baum aus dem Bach heben, wir sind aber alleine nicht stark genug dazu." Tarzisius gab keine Antwort, sondern ging schnell weiter. Aber die Jungen liefen ihm nach: "Du sprichst wohl nicht mit jedem?", riefen sie." Und warum hältst Du deine Hände über der Brust gekreuzt, Du, gib Antwort." Sie hielten Tarzisius fest und wollten seine Hände losreißen. Tarzisius entkam jedoch und rannte weg, so schnell ihn seine Füße trugen. Da sprach einer: "Ich weiß es! Er ist ein Christ! Er hält das Geheimnis der Christen unter seinem Hemd verborgen! Seht nur, er hält die Hände wie ein Christenkreuz!"
Sie rannten hinter ihm her, hoben Steine auf, warfen, trafen ihn an der Stirn, Tarzisius stürzte, sie holten ihn ein, schlugen ihn mit allem, was sie zusammenraffen konnten: Mit Steinen und Knüppeln, mit ihren Sandalen und ledernen Gürteln, bis er regungslos auf dem Straßenpflaster liegen blieb.
"Er ist tot", sagte der Älteste der Jungen. "Los, reißt ihm das Hemd auf, wir wollten sein Geheimnis sehen." Sie machten sich über den Toten her und versuchten, seine Kleider zu zerreißen. Doch da eilte ein Mann herzu, der von seinem Haus aus gesehen hatte, was die Jungen tun wollten. "Ihr Leichenschänder!" rief er, "Wisst ihr nicht, dass auf Leichenschändung im römischen Gesetz der Tod steht?"
Erschrocken ließen die Jungen von dem toten Tarzisius ab und liefen davon. Der Mann aber - ein Christ - hob Tarzisius auf und trug ihn in die Katakomben zurück, wo die Christen betend die Rückkehr des Jungen erwarteten. Sie lösten seine erstarrten Hände von der Brust und fanden den Leib des Herrn unversehrt. Traurig über die Untat der Straßenjungen, aber zugleich stolz und froh über ihren jungen Märtyrer Tarzisius, der sich den Herrn hatte nicht entreißen lassen, begruben sie ihn in den Katakomben.
Aus dem Buch "Der liebe Gott und die Kinder" von Josef Quadflieg

Habt Ihr nicht auch Lust in unserer engagierten und auch lustigen Truppe dabei zu sein? Vielleicht seid Ihr ja in diesem Jahr mit zur Erstkommunion gegangen und möchtet nun aktiv die Messen mitgestalten... Ganz nach dem Motto "Mittendrin statt nur dabei??"

Wir freuen uns auf Euch!!!

Messdiener in Odenthal, Voiswinkel und Klasmühle
eMail : messdiener@pankratius-odenthal.de