St. Pankratius Odenthal
Aktuelles Die Kirche Gruppen Rückblicke Kirchenjahr Gästebuch Kontakt Links Download

Kevelaer-Wallfahrt September 2010










Kevelaerwallfahrt am 15. September 2010

46 Pilgerinnen und Pilger aus unserer Pfarrgemeinde machten sich am frühen Morgen mit dem Bus auf den Weg zur „Trösterin der Betrübten“ nach Kevelaer.

Eine Wallfahrt zu machen ist immer ein Bild fürs pilgernde Gottesvolk. Wir alle sind unterwegs durch diese Zeit und dieses Leben. Unser Weg führt über Höhen und Tiefen. Als Christen haben wir ein eindeutiges Ziel vor Augen: die Herrlichkeit Gottes, das himmlische Jerusalem, die Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott und allen Menschen guten Willens, die uns schon vorausgegangen sind.

Am 15. September, dem Gedenktag der Schmerzen Mariens, fand die diesjährige Wallfahrt statt. Jeder, der sich auf den Weg machte, wußte, warum er das tat. Gelegenheit zur Einstimmung hatten die Pilger bereits am letzten Sonntag im August, bei einer feierlichen Marienvesper in St. Pankratius. Jeder hatte nun am Wallfahrtstag genügend im Gepäck: Viele große und kleine Anliegen, die Sorgen, Ängste und Nöte, in denen wir Trost brauchen, alles, was uns auf dem Herzen lag, brachten wir zur ,Trösterin der Betrübten', um auf ihre Fürsprache von Gott Trost, Heil und Stärkung für den weiteren Lebensweg zu erbitten und zu erfahren. Einige Pilger waren auch von anderen aus der Pfarrgemeinde, die nicht mit wallfahrten konnten, gebeten worden, vor Ort für sie zu beten und eine Kerze anzuzünden. Auch gab es, Gott sei Dank, genügend, wofür die Wallfahrer der Gottesmutter Dank sagen konnten.

Die Wallfahrt stand unter dem Leitvers aus der Apostelgeschichte: „Ihr sollt meine Zeuge sein!“ (Apg 1,8). Dieser Satz ist auf den ersten Blick sehr einfach und zugänglich, doch er forderte uns auf, neu und bewusst auf unseren Glauben zu schauen: Wovon bin ich überzeugt? Für wen gebe ich Zeugnis ab? Was prägt meinen Glauben? Wer ist der für mich, für den ich Zeugnis ablege? Zeugnis geben hat einen Inhalt, dieser Inhalt kommt von jemandem, der dahinter steht. So haben wir uns insbesondere auch bei der Busfahrt gefragt: Wissen wir eigentlich, für welche Botschaft und für wen wir Zeugnis abgeben, wem wir trauen, wem wir uns anvertrauen? Ganz konkret: An wen glauben wir? Dabei waren die Betrachtungen der Geheimniss des lichtreichen Rosenkranzes eine wertvolle Hilfe.

In Kevelaer angekommen, machte sich die Gruppe gleich in Prozession auf den Weg zur Kapelle mit dem Gnadenbild der Gottesmutter um sie singend und betend zu begrüßen. Um 10.00 Uhr feierten wir gemeinsam mit vielen anderen Pilgergruppen in der Basilika ein Pontifikalamt mit dem sympathischen Weihbischof Everardus J. de Jong aus Roermond/NL. Nach dem Mittagessen betete die Gruppe den Kreuzweg. Bei der Pilgerandacht am Nachmittag wurden auch die Andenken an den Wallfahrtstag gesegnet. Zwischendurch gab es genügend Zeit und Gelegenheit auch fürs leibliche Wohl zu sorgen, für Gespräche und Begegnungen. Gestärkt im Glauben, bekräftig in Hoffnung und Zuversicht, dankbar für einen segensreichen Tag und fröhlich machten sich die Pilger schließlich wieder auf den Heimweg. In den nächsten Tagen und Wochen werden sicherlich viele der Pilgerinnen und Pilger von ihren Erlebnissen und Erfahrungen zu Hause erzählen.

Diakon Reimund Scheurer