St. Pankratius Odenthal
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Altarbild

Altarbild in St. Engelbert

Auf dem Weg zur Vollendung -
die ganze Schöpfung, die Weltgeschichte, auch unser eigenes Leben auf diesem Weg.

Dieser Weg ist dargestellt in den Bildern der Genesis und Offenbarung, des ersten und des letzten Buches der Bibel. Hintergrund sind die sich überlagernden Sonnenstände als Bild für den Fortgang der Zeit.

In die Sonnenkreise sind 7 Doppelbilder hineingemalt, entsprechend den 7 Schöpfungstagen (grün) und den 7 Posaunen der Offenbarung (rot).

Links und rechts Mose und Elija: Mose hält die Gesetzestafel, Elija fährt mit einem feurigen Wagen in den Himmel auf. Sie sind Mahner zur Treue Gott gegenüber und Künder der Hoffnung auf Vollendung bei Gott.

Die Bilder der Offenbarung sind teilweise Bilder des Schreckens. Dennoch hat die Christenheit die Offenbarung als "Trostbuch" verstanden. Denn Gott bleibt der Sieger über alle bösen Mächte.

Das Bild ist Anruf an den Betrachter:
1. den Schöpfer anzubeten und seine Schöpfung zu bewahren,
2. sich zu entscheiden: auf welcher Seite stehe ich angesichts der Schrecken, Ängste und der Verwirrung in der Welt.

Künstler: Klaus Balke, Köln. Entwurf: Herbst 1989, Ausführung: April-Mai 1991.

(Durch einen Klick auf die einzelnen Motive des Altarbildes erhalten Sie weitere Informationen.)


Altarbild in St. Engelbert: 1. Tag

1. Tag: "Finsternis lag über der Urflut, und Gottes Geist schwebte über dem Wasser." Gen 1,2.
1. Posaune: "Ein Thron stand im Himmel; auf dem Thron saß einer... Und vor dem Thron war etwas wie ein gläsernes Meer." Off 4, 1-2.6.
Gott sitzt auf seinem Thron, d.h. er ist und bleibt der Herr. Das Böse hat keine bleibende Macht. Der Blick auf Gott, der über dem Gewoge der Zeiten thront, lässt uns vertrauen und hoffen.

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Altarbild in St. Engelbert: 2. Tag

2. Tag: "Gott schied das Wasser unterhalb des Himmelsgewölbes vom Wasser oberhalb." Gen 1, 6-8.
2. Posaune: Verderben. "Da wurde etwas, das einem großen brennenden Berg glich, ins Meer geworfen. Ein Drittel des Meeres wurde zu Blut." Off 8,8.
Gigantische Katastrophen wie die Verunreinigung des Wassers sollen die Menschen wachrütteln und zur Umkehr bewegen.

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Altarbild in St. Engelbert: 3. Tag

3. Tag: Im Wasser wird das Trockene sichtbar, die Erde mit allen Pflanzen. Gen 1, 9-13.
3. Posaune: Verwüstung. "Vier Engel standen an den 4 Ecken der Erde. Sie hielten die 4 Winde der Erde fest." Off 7,1. "Binde die 4 Winde los." Off 9,14.
Gewaltige Verwüstungen suchen die Erde und die Menschen heim -äußerlich und innerlich-, wenn tobende Gewalten erst einmal entfesselt sind.

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Altarbild in St. Engelbert: 4. Tag

4. Tag: "Gott setzte die Lichter an das Himmelsgewölbe." Gen 1, 14-19.
4. Posaune: Absturz. "Ein Drittel der Gestirne stürzte ab und verlor seine Leuchtkraft." Off 8,12. Die Gestirne ziehen ihre vom Schöpfer vorbestimmte Bahn - ein Bild der Harmonie und der Hoffnung. Aber alles kann aus dem Gleichgewicht geraten. Im Menschen selber können viele Hoffnungen abstürzen, wenn er innerlich aus den Fugen gerät.

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Altarbild in St. Engelbert: 5. Tag

5. Tag: Gott schuf die Fische und die Vögel. Gen 1, 20-23.
5. Posaune: Unheilsboten. "Aus dem Schacht eines Abgrunds stieg Rauch auf, Sonne und Luft wurden verfinstert. Aus dem Rauch kamen Heuschrecken. Sie fügen den Menschen Schaden zu, die das Siegel Gottes nicht auf der Stirn haben." Off 9, 1-5. Fische und Vögel - Bilder einer harnionischen Entwicklung. Noah empfing in der Arche die Taube mit dem grünen Zweig -Zeichen des Lebens. Was macht der Mensch? Er verspielt immer wieder das Paradies. Manchmal können Unheilsereignisse die Menschen wieder auf Gott aufmerksam machen.

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Altarbild in St. Engelbert: 6. Tag

6. Tag: "Gott schuf den Menschen als sein Abbild." Gen 1,27.
6. Posaune: Tod. "Ein Drittel der Menschen wurde getötet." Off 9, 18-21.
Im Bild zur Genesis legt der Künstler ein persönliches Bekenntnis ab: "Der Mensch schlechthin ist für mich Jesus Christus." So malt er die Geburt Jesu. Mit ihm beginnt die Schöpfung nochmals neu, er besiegt den Tod und bringt das Leben, versöhnt uns mit Gott.

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Altarbild in St. Engelbert: 7. Tag

7.Tag: Die Schöpfung ist vollendet - ein Paradies, Wohnung für den Menschen. Gen 2,8.
7. Posaune: Vollendung. "Laute Stimmen riefen: Die Herrschaft gehört Gott und seinem Gesalbten. Die Völker gerieten in Zorn. Da kam dein Zorn und die Zeit, deine Knechte zu belohnen und alle zu verderben, die die Erde verderben. Und im Tempel wurde die Lade seines Bundes sichtbar." Off 11, 15 - 19.
Gott schenkt das Paradies zurück: der Mensch lebt wieder im Frieden mit sich, mit der Schöpfung und mit Gott.
An dieser Stelle ist der Tabernakel (= Bundeslade) angebracht: Gott wohnt in Jesus schon jetzt mitten unter uns. Darauf bezieht sich das Spruchband an den Außenwänden des Bildes: "Das Wort ward Fleisch und wohnt mitten unter uns." Joh 1,14. Seine Gegenwart tröstet und stärkt uns. Er sagt: "Wenn all das beginnt, dann richtet euch auf. Erhebt eure Häupter. Denn eure Erlösung ist nahe." Lk 21, 28.

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